Ein Leitfaden über deutsche Automarken

Deutsche Autos sind bekannt für hochwertige Technik und auch für Fahrfreude. Möchten Sie mehr über die Gemeinsamkeiten der verschiedenen Autohersteller und ihrer Modelle erfahren? Lesen Sie weiter in unserem Leitfaden über die beliebtesten deutschen Automarken.

Deutsche Autos: Qualität und Technologie

Deutsche Autos sind dank der Synthese aus solider Bauweise und fortschrittlicher Technologie weltweit sehr beliebt. Das erste Auto hat in Deutschland Carl Benz hergestellt, und mit dieser Geschichte hat nicht nur die deutsche Autoindustrie ihren Anfang genommen, sondern auch die Autoindustrie überhaupt. In diesem Leitfaden werden wir die folgenden Informationen über deutsche Autos genauer betrachten:



Deutsche Automarken – welche gibt es?

Im Laufe der Zeit entstanden in Deutschland über 100 verschiedene Automobilhersteller. Nicht ganz unerwartet für eine solche Autonation. Die bekanntesten deutschen Automarken, über die wir heute sprechen, sind die folgenden:
  • BMW
  • Audi
  • Mercedes-Benz
  • Volkswagen
  • Opel
  • Porsche

Deutsche Automarken: BMW

BMW Deutsche Automarken

BMW, eine Abkürzung für Bayerische Motoren Werke, und wie der Name schon sagt, kommt BMW aus Bayern, wo das Unternehmen 1916 von Gustav Otto und Karl Rapp gegründet wurde. Wie viele andere deutsche Autohersteller war das Unternehmen zunächst nicht im Automobilbau tätig, sondern konzentrierte sich zunächst auf Flugzeugmotoren und hieß damals noch Bayerische Flugzeug-Werke.

Nach dem Ersten Weltkrieg war die finanzielle Lage des Unternehmens sehr angespannt, doch in den späten 1920er Jahren begann man mit der Produktion eines Motorrads und eines Automodells, was zu einem besseren finanziellem Erfolg führte. Der Zweite Weltkrieg wiederum brachte den Betrieb der Automarke fast vollständig zum Erliegen, und nach seinem Ende musste sie wieder ganz von vorne anfangen, weshalb es lange dauerte, bis sie sich erholte.

Das änderte sich erst in den Sechzigerjahren, als das neue, moderne BMW-Auto sein Debüt feierte. Man kann das Modell BMW 1500 als Meilenstein bezeichnen, und die BMW-Werke konnten mit dem Auftragsvolumen kaum mithalten. Mit der Zeit kamen neue Autos auf den Markt, für welche die Deutschen bekannt sind – 3er, 5er und 7er gehören zu den meistgekauften Modellen dieser deutschen Automarke.

Einen BMW erkennt man leicht am so genannten Nierengrill mit zwei nebeneinander liegenden separaten Lufteinlässen, der seit dem Erscheinen des BMW 303 im Jahr 1933 die Autos charakterisiert. Auf jeder Seite des Kühlergrills hat ein BMW zudem zwei separate runde Scheinwerfer.

Die Zentrale befindet sich in München und zeichnet sich durch ihre außergewöhnliche Architektur aus – ein futuristisches Gebäude, das vier Zylinder darstellt. In der Zentrale gibt es auch ein BMW Museum.

Zur BMW-Gruppe gehören auch MINI und Rolls Royce.

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Deutsche Automarken: Audi

audi Deutsche Automarken

Der Gründer von Audi ist August Horch, und sein Nachname stand Pate für den Namen der Automarke. Horch besaß zuvor eine andere Autofirma, und als er 1909 die Audi Automobilwerke gründete, dauerte es nicht lange, bis das erste Auto aus der Fabrik rollte. Das erste Audi-Auto war ein Audi Typ A und wurde zwei Jahre lang produziert.

Die Anfangsjahre von Audi waren eine Zeit spektakulärer Erfolge im Motorsport, die der Automarke sowohl weltweite Bekanntheit als auch finanziellen Erfolg bescherten. In dieser Zeit experimentierte die deutsche Automarke mit großen Motoren, wobei der Audi Imperator das erste Achtzylindermodell war.

Das Audi-Logo – die vier ineinandergreifenden Ringe – entstand, als sich das Unternehmen in den 1930er Jahren mit drei anderen deutschen Automarken zur Auto Union zusammenschloss. Zwischen 1939 und 1965 wurden keine Autos unter dem Namen Audi hergestellt. Als Volkswagen in den Sechziger Jahren die Auto Union übernahm, entschied sich das Unternehmen dafür, den Namen Audi wieder aufzunehmen und gleichzeitig das Auto Union-Logo auf den Fahrzeugen beizubehalten. Das erste unter dem neuen Namen der deutschen Marke produzierte Auto war der Audi F103.

Volkswagen plante ursprünglich, die Audi-Werke zu übernehmen und die Marke zu schließen, doch nachdem der Audi-Entwicklungsleiter den Audi 100 produziert hatte, der ein beachtlicher Erfolg wurde, entschied sich das Unternehmen, die Marke weiterzuführen.

Ein weiterer Meilenstein ist der revolutionäre Audi Quattro, ein Sportwagen mit Allradantrieb, der im Motorsport große Erfolge feierte.

Der Hauptsitz befindet sich in Ingolstadt, wohin man nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs umzog, als Zwickau, der Gründungsort von Audi, dem sowjetischen Sektor zugeordnet wurde.

Heute ist die Volkswagen AG alleiniger Eigentümer von Audi, und als Teil des VAG-Konzerns verteilt sich die Produktion auf rund 15 Fabriken weltweit. Zwei Fabriken bleiben in Deutschland: Ingolstadt und Neckarsulm.

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Deutsche Automarken: Mercedes-Benz

mercedes Deutsche Automarken

Mercedes-Benz, mit dem heutigen Sitz in Stuttgart, wurde offiziell 1926 unter dem Namen Daimler-Benz gegründet, als sich die beiden älteren deutschen Automarken Benz und Daimler zusammenschlossen, um die Krise der deutschen Automobilindustrie nach dem Ersten Weltkrieg zu bewältigen. Daimler-Benz war bis 1998 mit großem Erfolg tätig.

Während der Daimler-Benz-Ära wurden Autos mit dem charakteristischen Logo auf der Motorhaube produziert, und je nachdem, in welchem Werk das Auto gefertigt wurde, hieß es entweder Mercedes-Benz oder Daimler-Benz. Der Name Mercedes stammt von der Tochter eines Geschäftsmannes, mit dem Daimler zuvor zusammengearbeitet hatte.

Mercedes-Benz hat auch in der Welt des Motorsports große Erfolge gefeiert. Sein legendärer Silverpfeil-Rennwagen war Mitte der Fünfziger Jahre ein großer Erfolg in Europa.

Bei den neuesten Mercedes-Modellen handelt es sich hauptsächlich um Pkw, doch es werden auch Lkw und Busse hergestellt. Mercedes-Pkw gehören fest zum Premium-Segment, und sind seit dem Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg hat sich das Unternehmen zu einer renommierten Marke entwickelt.

Die beiden wichtigsten Tochterunternehmen sind Mercedes-Benz EQ, das die elektrischen Mercedes-Fahrzeuge herstellt, und Mercedes AMG, das sportliche Autos fertigt.

Die Modellbezeichnungen von Mercedes-Benz lauten wie folgt:

  • A bedeutet Schräghecki
  • B bedeutet MPV
  • C bedeutet Limousine/Kombi/Coupé
  • E bedeutet Limousine/Kombi/Coupé
  • S bedeutet Luxuslimousine/Coupé
Wenn man ein CL vor das A oder S setzt, wird daraus ein Coupé. Setzt man GL vor den Buchstaben, wird daraus ein SUV oder Crossover.

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Deutsche Automarken: Volkswagen

volkswagen Deutsche Automarken

Die Geschichte der Marke Volkswagen reicht bis in die Dreißiger Jahre zurück, als es darum ging, ein gut funktionierendes Familienauto zu schaffen, das sich jeder leisten konnte. Sie holten sich die Hilfe von Ferdinand Porsche, der die ersten Prototypen für dieses Volksauto entwarf. So entstand die erste Version des Volkswagen Käfer.

In den folgenden Jahren feierte Volkswagen mit dem Käfer einen unglaublichen Erfolg, der sich zum meistverkauften Automodell der Welt entwickelte. Neben dem Käfer kamen weitere zeitlose Modelle auf den Markt: der Volkswagen Transporter und der Passat. Später folgten der Golf und der Polo, die sich in ganz Europa großer Beliebtheit erfreuten.

Volkswagen hat das Doppelkupplungsgetriebe (DSG) erfunden, um den Komfort eines Automatikgetriebes mit der Sportlichkeit und Robustheit eines Schaltgetriebes zu verbinden. Ein DSG-Getriebe verfügt über zwei Kupplungen, wodurch es keine Unterbrechung des Kraftflusses gibt. Außerdem hat es keinen Drehmomentwandler, was sich günstig auf den Kraftstoffverbrauch auswirkt.

Heute ist die Volkswagen AG bzw. der VAG-Konzern ein starkes Unternehmen, das zusammen mit anderen Automarken des Konzerns einer der größten Automobilhersteller der Welt ist und weltweit über 600.000 Menschen beschäftigt. Zu dem Konzern gehören Automarken wie Audi, Seat, Skoda, Bentley, Porsche und andere. Der Hauptsitz von Volkswagen befindet sich heute in Wolfsburg.

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Deutsche Automarken: Opel

opel Deutsche Automarken

Ein weiteres Unternehmen, das nicht speziell zur Herstellung von Autos gegründet wurde, ist Opel. Das Unternehmen wurde 1862 von Adam Opel gegründet, der zunächst eine Nähmaschine und später Fahrräder herstellte. Erst nach dem Tod des Gründers begann das Unternehmen, sich im Automobilbau zu engagieren.

1909 kam der Opel 4/8PS auf den Markt, der auch als Arztwagen bekannt war, weil er von vielen Ärzten für Hausbesuche genutzt wurde. In den Zwanziger Jahren wurde das Fließband eingeführt und Opel entwickelte sich zu einem der größten Automobilhersteller in Deutschland und damit auch in Europa. Den ersten großen Erfolg hatte Opel mit dem Modell Opel Laubfrosch.

Bald nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde die Autoproduktion wieder aufgenommen, aber erst in den Fünfziger Jahren erschienen neue Erfolgsmodelle wie der Opel Kapitän, der Opel Kadett, der Ascona und schließlich der Vectra und Astra.

In den Sechziger Jahren war Opel nach Volkswagen zweitgrößter Autohersteller in Westdeutschland. Das Wachstum war ungebremst, und Opel wurde zum Marktführer in mehreren Fahrzeugsegmenten. Der erste Sportwagen der Marke, der Opel GT, kam 1965 auf den Markt und wurde sofort ein Erfolg.

Zuhause in Deutschland wurde Opel in den Siebziger Jahren zur größten Automarke. Jährlich wurden rund 850.000 Autos produziert, und die Gesamtzahl der produzierten Autos hatte bereits die 10-Millionen-Marke überschritten. Der Produktionsrekord kam später in den Neunziger Jahren, als 1,6 Millionen Autos innerhalb eines Jahres gefertigt wurden.

Bereits 1929 erwarb der US-Konzern General Motors die Automarke und hielt sie bis zu deren Verkauf an die französische Groupe PSA im Jahre 2017 in seinem Besitz. Heute – nach der Fusion von PSA mit FCA – ist Opel immer noch eines der Unternehmen der großen Stellantis-Gruppe. Der Hauptsitz von Opel befindet sich in Rüsselsheim.

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Deutsche Automarken: Porsche

Porsche wurde 1931 von Ferdinand Porsche in Stuttgart mit dem Ziel gegründet, Autos herzustellen. Zu dieser Zeit entwarf Porsche selbst Prototypen von Autos, die später von Volkswagen produziert werden sollten. So kurz vor Beginn des Zweiten Weltkriegs gelang dem Unternehmen nicht der erhoffte Start in die Autoproduktion, und erst nach dem Ende des Krieges stellte das Unternehmen den Porsche 356 vor.

Der 356 war der Beginn der Erfolgsgeschichte der Marke als Sportwagenhersteller, als er 1951 das 24-Stunden-Rennen von Le Mans gewann. Zwei Jahre später brachte die Marke einen weiteren legendären Rennwagen auf den Markt – den Porsche 550 Spyder.

Anders als die italienischen Sportwagenmarken hat Porsche nicht in die Teilnahme an der Formel 1 investiert. Die Automarke nahm nur für ein paar Jahre teil, von 1957 bis 1962. Seitdem hat sie sich mehr auf andere Motorsportarten wie etwa Sportwagenrennen und GT-Rennen konzentriert, in denen sie große Erfolge erzielt hat.

1963 kam der erste Porsche 991 auf den Markt, der sehr gut in die Geschichte einging. Die 911er-Baureihe wird bis heute fortgesetzt – und das Unternehmen selbst bietet nicht nur die typischen Sportwagen, sondern auch Limousinen wie den Porsche Panamera sowie trendige SUVs wie den Porsche Cayenne und den Porsche Macan an. Der Taycan ist das Elektroauto der Marke.

Heute gehört Porsche zu 100 % zum Volkswagen Konzern. Die Automarke stellt sowohl Straßenfahrzeuge als auch reine Rennwagen her. Die Produktion findet in vier verschiedenen Produktionsstätten statt, zwei davon in Deutschland, eine in der Slowakei und eine in Finnland.

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Die deutsche Autoindustrie: Fakten

Die deutsche Autoindustrie ist die mit Abstand größte in Europa. Im Jahr 2021 wurden hier 3,1 Millionen Pkw produziert, fast doppelt so viele wie im zweitplatzierten Spanien. Übrigens sind über 75 % der produzierten Autos für den Export bestimmt.

Die fortschrittliche Technologie, die wir an deutschen Automarken so schätzen, ist eines der Ergebnisse der enormen Investitionen in Forschung und Entwicklung. Im Jahr 2021 wurden in der Branche rund 28 Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung investiert, das ist etwa ein Drittel der weltweiten Investitionen.

Die deutsche Automobilindustrie ist zudem Deutschlands größter Industriezweig, der etwa 2 % des deutschen BIP erwirtschaftet und rund 800.000 Menschen beschäftigt.

Deutsche Autoindustrie

Was zeichnet deutsche Autos aus?

deutsche Autos Eigenschaften
Dauerhaft - Deutsche Unternehmen achten auf Qualität, und die Autos, die sie herstellen, bewähren sich durch eine besonders lange Lebensdauer.

Solidität und Zuverlässigkeit - dass das Auto seine Grundfunktion erfüllt – nämlich die Passagiere sicher an ihr Ziel zu bringen – ist den deutschen Autoherstellern seit jeher am wichtigsten. Deutsche Autos sind Autos, denen man vertrauen kann.

Fortschrittliche Technologie - Autos aus Deutschland verzichten auf Extravaganz, dafür bieten sie die neueste und modernste Technologie.

Sportliche Leistung - Deutsche Sportwagen blicken auf eine reiche Geschichte der Teilnahme an Motorsportwettbewerben in der ganzen Welt zurück.

Deutsche Premium-Autos

Die deutsche Autoindustrie ist wohl vor allem bekannt für ihre faszinierenden Premium-Autos. Deutschland ist das weltweite Zentrum der Premium-Autoproduktion. 65 % aller weltweit produzierten Premium-Autos stammen von deutschen Autoherstellern.

Was versteht man überhaupt unter einem Premium-Auto? Deutsche Premium-Autos sind für Kraftstoff mit höherer Oktanzahl ausgelegt. Die Autos haben Motoren mit hoher Verdichtung für bessere Leistung und mehr PS, und das sind die Hauptgründe, warum die Oktanzahl benötigt wird. Wenn Sie Kraftstoff mit einer niedrigeren Oktanzahl tanken würden, könnte das dem Motor sehr schaden..

Deutsche Premium-Autos