
Was kostet ein E-Auto? Alle Kosten im Überblick
Letzte Aktualisierung: 06.01.2026
Du überlegst, ob du einen gebrauchten Elektro- oder Benzinwagen kaufen sollst und fragst dich, was kostet ein E-Auto eigentlich? Wir erklären dir, was das elektrische Fahren kostet. Dabei berücksichtigen wir die Kosten pro Kilometer, Ladkosten, und die weitere Vorteile des elektrischen Fahrens.
Die kosten eines E-Autos
Die wichtigsten Antworten auf einen Blick:
Anschaffung gebraucht: 10.000–40.000€ (2.000–5.000€ mehr als Benziner)
Ladekosten zuhause: ~5€/100 km | Öffentlich DC: bis 16€/100 km
Ersparnis mit Heimladen: 800–1.500€/Jahr
Ohne Wallbox: Vorteil schrumpft auf unter 300€/Jahr
Wartung: 250€/Jahr (Benziner: 450€/Jahr)
Kfz-Steuer: 0€ bis 2030
Versicherung: 500–1.200€/Jahr (ähnlich wie Benziner)
Wenn du dich für ein Elektroauto entscheidest, gibt es eine Reihe von Punkten zu beachten. Du beginnst mit dem Kaufpreis. Dann schaust du dir an, was es kostet, ein Elektroauto aufzuladen, da die kosten fürs laden je nach Anbieter und Ladegeschwindigkeit variieren können. Außerdem gibt es bestimmte steuerliche Vorteile.
Du musst auch die geringeren Wartungskosten berücksichtigen. Ein weiterer wichtiger Aspekt sind die Versicherungskosten. Die Versicherungskosten eines E-Auto können unterschiedlich ausfallen, daher ist es ratsam, verschiedene Angebote zu vergleichen.
Anschaffungskosten: Was kostet ein E-Auto gebraucht?

Wenn man Elektroautos und Verbrenner vergleicht ist der Anschaffungspreis für ein Elektroauto höher. Gebrauchte E-Autos sind aber in den letzten zwei Jahren deutlich erschwinglicher geworden.
Während du 2022 für einen drei Jahre alten VW ID.3 noch 30.000 € zahlen musstest, bekommst du vergleichbare Modelle heute ab 23.000 €.
Preisklassen und typische Modelle:
Stadtautos (200–300 km Reichweite): 10.000–18.000 €
Der Dacia Spring startet bei 12.000 € mit 230 km Reichweite – ausreichend für Stadtverkehr.
Der Renault Twingo Electric kostet ab 11.000 €, extrem wendig für enge Parklücken.
Der VW e-up! bringt VW-Qualität ab 13.000 €,
Der Opel Corsa-e mit 340 km Reichweite ab 15.000 €.
Pendlerfahrzeuge (350–450 km Reichweite): 18.000–28.000 €
Der Hyundai Kona Electric mit 64-kWh-Akku kostet ab 20.000 € und überzeugt durch Zuverlässigkeit.
Der VW ID.3 startet bei 23.000 € mit moderner Ladetechnik.
Der Peugeot e-208 bringt französisches Design ab 19.000 €
Der Fiat 500e Retro-Charme ab 18.000 €.
Familien-SUVs (450–550 km Reichweite): 28.000–40.000 €
Der Hyundai IONIQ 5 startet bei 32.000 € und lädt dank 800-Volt-Technik in 18 Minuten von 10 auf 80%.
Der Kia EV6 (Europäisches Auto des Jahres 2022) kostet ab 34.000 € mit sportlicherem Design.
Der Skoda Enyaq überzeugt mit riesigem Kofferraum ab 35.000 €.
Der Audi Q4 e-tron Premium-Qualität ab 36.000 €.
Langstrecken-Spezialisten: 40.000 €+:
Der BMW i4 kostet ab 42.000 € mit klassischer BMW-Fahrdynamik.
Der Hyundai IONIQ 6 ist extrem effizient und schafft bis zu 614 km, ab 38.000 €.
Der Vergleich zum Benziner:
Ein Hyundai Kona Electric kostet etwa 22.000 €, das Benziner-Pendant nur 17.000 €. Diese 5.000 € Differenz sind typisch. Der Aufpreis relativiert sich über die Nutzungsdauer durch niedrigere Betriebskosten – vorausgesetzt, du lädst überwiegend zuhause.

Das Interieur eines Audi Q4 e-tron aus dem Jahr 2023,
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E-Auto laden Kosten: Was kostet der Strom wirklich?

Die Ladekosten entscheiden, ob du mit einem E-Auto wirklich sparst. Die Spanne reicht von 4€/100 km beim Heimladen bis 16€ an Schnellladesäulen. Ein Benziner mit 7 Litern Verbrauch kostet bei 1,80€/Liter etwa 13€/100 km.
Laden zuhause: Die günstigste Option
Haushaltsstrom kostet aktuell 28–40 ct/kWh, im Durchschnitt 32 ct. Autostromtarife senken den Preis auf 23–32 ct, PV-Anlagen auf effektiv 10–15 ct/kWh.
Der Realverbrauch liegt deutlich über WLTP-Werten. Ein Dacia Spring verbraucht real 15–16 kWh/100 km im Sommer, 18–20 kWh im Winter. Der VW ID.3 kommt mit 16–18 kWh aus (Sommer) bzw. 19–22 kWh (Winter). Der Hyundai Kona liegt bei 16–17 kWh (Sommer) und 19–21 kWh (Winter). Größere SUVs wie IONIQ 5 oder Enyaq verbrauchen 18–20 kWh (Sommer) und 22–26 kWh (Winter).
Bei 16 kWh/100 km und 32 ct/kWh zahlst du zuhause 5,12€/100 km. Mit Nachtstromtarif (26 ct) sind es 4,16€, mit PV-Strom nur 1,92€.
Öffentliches Laden: AC vs. DC
AC-Laden (11–22 kW) kostet 45–70 ct/kWh, Ladezeit 3–6 Stunden. Kosten: 8–12€/100 km. Ideal für Einkaufen, Arbeit, Übernachtung.
DC-Schnellladen (50–350 kW) kostet ohne Abo 55–89 ct/kWh, mit Abo 35–50 ct/kWh plus Grundgebühr (6–12€/Monat). Ladezeit 20–40 Min (10–80%). Kosten: 10–16€/100 km (ohne Abo), 6–9€ (mit Abo).
Die Ladekurve macht den Unterschied: IONIQ 5/6 und EV6 laden mit 800-Volt-Technik in 18 Minuten, VW ID.3 und Enyaq brauchen 30–35 Minuten. Dacia Spring und Twingo mit nur 30 kW DC sind für Autobahn ungeeignet.
Wallbox-Kosten
Hardware: 700–1.200€, Installation: 500–2.000€, Zusatzkosten (Zähler, Lastmanagement): 200–2.500€. Gesamt: 1.500–3.500€ (Durchschnitt 2.000€).
Amortisation: Bei 15.000 km/Jahr sparst du 552€/Jahr gegenüber öffentlichem Laden. Die Wallbox amortisiert sich in 3,6 Jahren.
Betriebskosten Elektroauto: Wartung, Versicherung & Steuer

Wartung & Reparatur
Jährliche Wartung: E-Auto 150–400€ (Ø 250€), Benziner 300–600€ (Ø 450€). Ersparnis: 20–35%.
E-Autos brauchen keinen Ölwechsel (spart 80–150€/Jahr), keine Zündkerzen, keinen Zahnriemen (Wechsel beim Benziner: 400–800€), keinen Auspuff. Die Rekuperation schont Bremsen – sie halten 100.000–150.000 km statt 40.000–80.000 km.
Was trotzdem anfällt: Bremsflüssigkeit alle 2 Jahre (80–120€), Pollenfilter jährlich (50–100€), Reifen alle 3–4 Jahre (400–1.000€). E-Autos sind schwerer, Reifenverschleiß ist 10–20% höher.
Spezielle EV-Reifen (Michelin e.Primacy, Continental EcoContact 6) sind langlebiger.
Versicherung
Vollkasko: 500–1.200€/Jahr, ähnlich wie Benziner. Kleinwagen 450–700€, Kompakte 600–900€, SUVs 800–1.200€. Teils 5–10% höher wegen Reparaturkosten, aber niedrigere Typklassen bei manchen Modellen gleichen das aus. Vergleichsportale zeigen Unterschiede bis 40%.
Kfz-Steuer
E-Autos: 0€ bis Ende 2030. Benziner: 100–300€/Jahr. Ersparnis über 5 Jahre: 500–1.500€.
THG-Prämie
50–200€/Jahr für CO₂-Einsparung. Aufwand: 5 Minuten online registrieren bei Anbietern wie THG-Quote.de oder ADAC.
E-Auto Unterhaltskosten im Vergleich: Benziner vs. Elektro
Wir rechnen mit realistischen Werten: 15.000 km/Jahr über 5 Jahre. E-Auto: Hyundai Kona Electric (64 kWh) für 22.000€. Benziner: Hyundai Kona 1.0 T-GDI für 17.000€. E-Auto lädt zu 80% zuhause (32 ct/kWh), 20% DC (75 ct), Verbrauch 17 kWh/100 km. Benziner: 7 l/100 km, 1,80€/l.
Kostenvergleich über 5 Jahre (75.000 km)
| Kostenart | E-Auto | Benziner |
|---|---|---|
| Anschaffung | 22.000 € | 17.000 € |
| Restwert (nach 5 J.) | -11.000 € | -6.800 € |
| Abschreibung | 11.000 € | 10.200 € |
| Energie/Kraftstoff | 5.185 € | 9.450 € |
| Versicherung | 3.750 € | 3.250 € |
| Kfz-Steuer | 0 € | 600 € |
| Wartung | 1.250 € | 2.250 € |
| Reifen | 1.200 € | 1.000 € |
| Wallbox (amortisiert) | 1.500 € | 0 € |
| THG-Prämie | -500 € | 0 € |
| GESAMT | 22.385 € | 26.750 € |
| Pro km | 0,30 € | 0,36 € |
| Pro Jahr | 4.477 € | 5.350 € |
Ersparnis: ~4.400€ über 5 Jahre bei überwiegend Heimladen.
Ohne Wallbox (80% DC): Energiekosten steigen auf 1.939€/Jahr, Gesamt 26.885€. Ersparnis schrumpft auf nur 135€.
Lohnt sich ein E-Auto für Wenigfahrer?
Wer unter 10.000 km/Jahr fährt, steht vor einer knapperen Rechnung. Fixe Kosten (Versicherung, Abschreibung) dominieren, variable Einsparungen fallen weniger ins Gewicht.
Wann es sich trotzdem lohnt:
Heimlademöglichkeit ist fast Pflicht. Ohne Wallbox wird öffentliches Laden zu teuer (Mehrkosten 240–880€/Jahr). Stadtverkehr und Kurzstrecken spielen dem E-Auto in die Hände – Rekuperation gewinnt Energie zurück, Benziner verbrauchen auf kaltem Motor mehr.
Günstige Gebrauchte unter 15.000€ halten die Abschreibung niedrig: Dacia Spring ab 12.000€, Renault Zoe ab 14.000€, VW e-up! ab 13.000€, Opel Corsa-e ab 15.000€.
Ein Saisonkennzeichen (6 Monate) spart ~35% Versicherung, ideal für Cabrios wie den Fiat 500e oder Zweitwagen. Eine PV-Anlage senkt Ladekosten auf 10–15 ct/kWh, Ersparnis ~500€/Jahr auch bei wenig km.
Rechenbeispiel (8.000 km/Jahr, 5 Jahre):
Renault Zoe (14.000€): 1.760€/Jahr (mit Heimladen) Renault Clio Benziner (11.000€): 2.438€/Jahr Ersparnis: 678€/Jahr
Mit Saisonkennzeichen: 1.568€/Jahr, Ersparnis 870€/Jahr. Ohne Heimladen (80% öffentlich): 2.200€/Jahr, Ersparnis nur 238€/Jahr.
Fazit: Günstige Gebrauchte + Heimladen = lohnt sich. Ohne Heimladen oder teure Anschaffung = Benziner günstiger.
Hybridfahrzeuge als Zwischenschritt
Für manche Autofahrer stellen Plug-in-Hybride eine interessante Alternative auf dem Weg zum reinen Elektroauto dar. Diese Fahrzeuge kombinieren einen Verbrennungsmotor mit einer aufladbaren Batterie und einem Elektromotor.
Die Anschaffungskosten für Plug-in-Hybride liegen zwar häufig etwas höher als für reine Verbrenner, dafür profitieren sie jedoch von geringeren Kraftstoffkosten und einer gewissen elektrischen Reichweite für den Stadtverkehr.
Allerdings sind die laufenden Kosten stark vom Nutzungsprofil abhängig. Je mehr elektrisch gefahren wird, desto größer sind die Einsparungen. Zudem entfallen die Steuervergünstigungen für reine E-Autos.