Ein orangefarbener Renault Clio, der auf der Straße geparkt ist.

Hybrid-Auto: Vor- und Nachteile

Letzte Aktualisierung: 22.01.2026

Während der Verkauf von Elektro-Autos im August 2024 massiv eingebrochen ist, halten sich Hybrid-Autos stabil. Welche Arten von Hybriden es gibt und was für bzw. gegen sie spricht – hier erfährst du es.

Warum soll ich mir ein Hybrid-Auto kaufen?

Ein Hybrid-Auto ist dein perfekter Einstieg in die Welt der E-Mobilität, ohne dass du dich komplett umstellen musst. Du brauchst weder deine Fahrweise ändern noch musst du dich um die Ladesäulensuche kümmern (außer ggf. beim Plug-in), und genießt trotzdem alle Vorteile eines E-Autos.

Wenn du täglich lange Strecken zurücklegst, aber keine Zeit zum Aufladen hast, kann ein Hybrid-Auto sinnvoll sein. Auch, wenn es bei deinen Fahrten oft bergauf, bergab geht, und du häufig bremsen oder beschleunigen musst, arbeitet ein Hybrid für dich, indem er mit der dadurch gewonnenen Energie die Batterie lädt.

Wichtigste Punkte:

Vorteile:

  • Hybrid-Autos sparen Kraftstoff und stoßen weniger CO2 aus als reine Benziner oder Diesel.

  • Im Stadtverkehr fahren viele Hybride leise und oft sogar rein elektrisch.

  • Steuervorteile und geringerer Wertverlust machen Hybride finanziell attraktiv.

Nachteile:

  • Die Anschaffungskosten sind meist höher als bei vergleichbaren Verbrennern.

  • Batteriewechsel und Wartung können teurer und aufwändiger sein.

  • Die Leistung (z. B. Beschleunigung) ist bei manchen Hybridmodellen geringer als bei klassischen Autos.

Vorteile eines Hybrid-Autos

Ein Toyota Hybrid von der Seite gesehen

Warum ein Hybrid-Auto kaufen? Dafür sprechen viele Gründe:

Das Beste aus zwei Welten

In der Stadt fährst du dank Elektroantrieb leise und emissionsfrei. Bei längeren Fahrten und höheren Geschwindigkeiten sorgt der Benziner für beste Leistung.

Kraftstoffeffizienz

Hybridfahrzeuge bieten in der Regel eine bessere Kraftstoffeffizienz als herkömmliche Benzinfahrzeuge, da sie sowohl einen Verbrennungsmotor als auch einen Elektromotor nutzen. So schafft es der selbstladende Honda Civic 1.3i-DSi Hybrid mit 50 Liter Super auf satte 1.087 Kilometer.

Umweltauswirkungen

Hybride stoßen weniger CO2 aus als herkömmliche Fahrzeuge, was zur Reduzierung der Luftverschmutzung beiträgt.

Regeneratives Bremsen

Diese smarte Funktion ermöglicht es Hybriden, Energie beim Bremsen zurückzugewinnen, die dann zum Aufladen der Batterie verwendet wird.

Reduzierte Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen

Durch die Nutzung von Elektrizität als Energiequelle verringern Hybride die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen.

Keine Abhängigkeit von Ladestationen bei Vollhybriden

Da sich ein Vollhybrid beim Fahren selbst lädt, ist auch die leidige Ladesäulen-Suche hier kein Thema.

Weniger Wartung erforderlich

Wenn du langsamer fährst, schaltet sich der Elektromotor ein und der Benzinmotor kann sich entspannen. Da das regenerative Bremssystem für ein verzögertes Abbremsen sorgt, nutzen sich auch die Bremsen nicht so schnell ab.

Geringere Wertminderung

Hybrid-Autos sind zuverlässig und du bist mit ihnen im Alltag günstiger unterwegs. Zudem ist das Angebot an Hybriden noch überschaubar – das alles macht sie wertbeständiger als Benziner.

Steuervorteile

Die Kfz-Steuer für Hybridfahrzeuge – sowohl Voll- als auch Plug-in-Hybride – wird wie bei herkömmlichen Verbrennern nach Hubraum und CO₂-Ausstoß berechnet.

Dank niedrigeren Emissionswerten fällt die Steuer meist günstiger aus als bei vergleichbaren Benzin- oder Dieselmodellen. Direktsteuerliche Zusatzvorteile gibt es für Hybridautos ab 2026 jedoch keine mehr: Der frühere 30-Euro-Steuerfreibetrag für besonders emissionsarme Hybride ist ausgelaufen.

Im direkten Vergleich bleibt damit der Vorteil für Hybridautos vor allem ihr niedrigerer CO₂-Ausstoß, der die jährliche Steuerlast spürbar senkt.

Plug-in-Hybrid als Firmenwagen

Wenn du einen Plug-in-Hybrid als Firmenwagen nutzt, profitierst du auch 2026 noch steuerlich – allerdings nur bei Einhaltung strengerer Vorgaben:

Dein PHEV muss über eine externe Lademöglichkeit verfügen und mindestens 80 km elektrische Reichweite (nach WLTP) oder maximal 50 g/km CO₂-Emission aufweisen. Nur dann gilt für die Versteuerung des geldwerten Vorteils bei privater Nutzung die reduzierte 0,5 %-Regel.

Erfüllt der Plug-in-Hybrid diese Bedingungen nicht, wird er wie ein herkömmlicher Verbrenner behandelt und mit 1,0 % des Bruttolistenpreises versteuert.

Nachteile von Hybridfahrzeugen

Jede Sache hat zwei Seiten. Folgendes solltest du bedenken, wenn du dir einen Hybrid anschaffst:

Höhere Anschaffungskosten

Hybride haben oft einen höheren Kaufpreis als ihre nicht-hybriden Gegenstücke. Den machen sie aber in der Regel durch ihren günstigeren Unterhalt bald wieder wett. Außerdem verlieren sie nicht so schnell an Wert und lassen sich gut wieder verkaufen.

Kosten für den Batteriewechsel

Der Austausch der Batterie kann teuer sein. Allerdings geben die Autohersteller in der Regel eine großzügige Garantie von acht Jahren.

Wartung

Das duale System (elektrisch und benzinbetrieben) kann die Wartung komplexer und teurer machen. Grundsätzlich muss ein Hybrid-Auto weniger oft gewartet werden.

Leistungsbeschränkungen

Einige Hybride bieten möglicherweise nicht das gleiche Leistungsniveau wie herkömmliche Fahrzeuge, insbesondere in Bezug auf Beschleunigung und Geschwindigkeit.

Energieverbrauch

Da im Hybrid-Auto sozusagen zwei Herzen schlagen, ist es auch schwerer als ein 08/15-Auto. Das macht sich beim Energieverbrauch bemerkbar.

Häufig gestellte Fragen

Höhere Anschaffungskosten, mögliche Kosten für den Batteriewechsel, komplexere Wartung und potenzielle Leistungsbeschränkungen sind die Nachteile eines Hybrid-Autos.
Ein Hybrid lohnt sich, wenn du Wert auf Kraftstoffeffizienz und Umweltschutz legst. Zudem kann sich die Anschaffung auch steuerlich lohnen.
Ja, Hybrid-Autos sind empfehlenswert, wenn du eine umweltfreundlichere Alternative zu herkömmlichen Fahrzeugen suchst und bereit bist, die höheren Anschaffungskosten in Kauf zu nehmen.
Das größte Problem sind die höheren Anschaffungskosten und die potenziellen Kosten für den Batteriewechsel, die außerhalb der Garantiezeit anfallen können.
Ein Hybrid-Auto rechnet sich, wenn die Einsparungen durch den geringeren Kraftstoffverbrauch die höheren Anschaffungskosten ausgleichen. Dies hängt von Faktoren wie Kraftstoffpreisen, Fahrgewohnheiten und Wartungskosten ab und tritt oft erst nach einigen Jahren Besitz ein.
Da der Mild-Hybrid nicht rein elektrisch fahren kann, kommt er in puncto Wirtschaftlichkeit und CO2-Emissionen in der Regel nicht an Voll- bzw. Plug-in-Hybrid ran.

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